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Kuckuck

Der Kuckuck überwintert im tropischen Afrika. Er erreicht Europa zwischen Mitte April und Anfang Mai. Am einfachsten lässt sich seine Anwesenheit am typischen Ruf feststellen, es kann aber schwierig sein, einen Kuckuck zu Gesicht zu bekommen.
Der Kuckuck hat eine listige Fortpflanzungsstrategie. Statt selber ein Nest zu bauen, legt er seine Eier in die Nester von sogenannten “Wirtsvögeln”, wie etwa Teichrohrsänger oder Hausrotschwanz. Findet das Kuckuckweibchen ein geeignetes Nest, wartet es bis die Wirtsvögel nicht in der Nähe sind, nimmt ein Ei aus dem Nest und legt ein eigenes an seine Stelle.
Der junge Kuckuck schlüpft bereits nach 12 Tagen und stösst dann die restlichen Eier und Jungvögel aus dem Nest. Nach etwa 19 Tagen verlässt er das Nest, das mittlerweile zu klein ist, wird aber noch während rund zwei Wochen von den Wirtseltern weiter gefüttert, obwohl er mittlerweile viel grösser ist als diese.
Die erwachsenen Kuckucke verlassen unser Land bereits sehr früh – sie brauchen ja keine Jungen grosszuziehen, sind also frei von allen Verpflichtungen, die Eltern normalerweise haben. Die meisten von ihnen beginnen deshalb den Herbstzug bereits im Juli. Die Jungvögel folgen etwa einen Monat später, sobald sie voll ausgewachsen sind. Sie lernen ihre Eltern also nie kennen.
Über die Zugrouten des Kuckucks ist nicht viel bekannt. Wahrscheinlich fliegt er über Italien nach Afrika. Einige Forscher glauben, dass sie das Mittelmeer und die Sahara ohne Zwischenstopp überfliegen und dabei etwa 3'000 km zurücklegen.
Der einzige Wiederfund eines beringten Kuckucks stammt aus Kamerun im zentralen Afrika, viele ziehen aber noch viel weiter in den Süden. Da der Kuckuck im Winterquartier nie ruft, ist er dort aber schwer zu beobachten.
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